Eine gemeinnützige Stiftung für Thüringer Tradition und Moderne am Rennsteig, damit die Glaskunst in Lauscha und der Region eine Zukunft hat

Arbeiten an der Flamme
Die gemeinnützige Treuhandstiftung widmet sich dem Erhalt, der Weiterentwicklung und der Sichtbarmachung der Handwerkskunst in der Region, insbesondere dem Glas-, Porzellan und Spielzeugmacherhandwerk und damit einem Kulturerbe, das die Region seit Jahrhunderten prägt.

Ein Name mit Bedeutung

Victoria – der Name der Stiftung steht für Sieg. Für den Sieg der Beharrlichkeit über das Vergessen. Für den Sieg der Tradition über die Gleichgültigkeit. Und für den Sieg einer Region, die ihr einzigartiges handwerkliches Erbe nicht nur bewahren, sondern in die Zukunft tragen will. Denn was in Lauscha seit Generationen an der Flamme entsteht – mundgeblasener Christbaumschmuck, filigrane Glasperlen, kunstvolle Figuren – ist weit mehr als Handwerk. Es ist gelebtes Immaterielles Kulturerbe, anerkannt von der UNESCO, und das kulturelle Herz einer ganzen Region.

Am 10. März 2026 wurde die Stiftung im Hotel Schieferhof GlasLust in Neuhaus am Rennweg offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor versammelten Handwerkern, Unternehmern, Museumsleitern und engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Region präsentierten die Stifterinnen ihre Vision: eine Zukunft, in der das Weihnachtsland am Rennsteig® 365 Tage im Jahr als lebendiger Ort des Handwerks sichtbar ist.

Die Stifterinnen

Rita Worm-Horn

Stifterin & Geschäftsführerin Lauscha Glaskunst GmbH

Markenbotschafterin des Weihnachtsland am Rennsteig® und Gründerin des ATELIER SpissKist. Rita Worm-Horn lebt und atmet die Glaskunst-Tradition von Lauscha und arbeitet seit Jahren daran, das Handwerk für neue Generationen erlebbar zu machen.

Elke Past

Stifterin & Mitgründerin

Gemeinsam mit Rita Worm-Horn hat Elke Past die Stiftung Victoria ins Leben gerufen. Ihre Überzeugung: Nur wenn Tradition und Moderne Hand in Hand gehen, kann das handwerkliche Erbe des Thüringer Waldes langfristig gesichert werden.

Warum eine Stiftung – und warum jetzt?

Das Handwerk in der Region, insbesondere auch die Glaskunst in Lauscha und den umliegenden Orten steht vor einer entscheidenden Wegkreuzung. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Glasbläsermeister in den Ruhestand gegangen. Ihre kleinen Werkstätten – das Rückgrat der Lauschaer Glastradition – drohen ohne Nachfolger zu verschwinden. Gleichzeitig fehlt es an Strukturen, die junge Glasbläser beim Einstieg in die Selbstständigkeit unterstützen, die leerstehende Ateliers und Werkstätten an eine neue Generation vermitteln und die der Region helfen, ihr einzigartiges Profil als Handwerksstandort sichtbar und erlebbar zu machen.

Genau hier setzt die Stiftung Victoria an. Als gemeinnützige Treuhandstiftung bündelt sie die Kräfte engagierter Menschen aus der Region – von der Glasfachschule Lauscha über die ELIAS Farbglashütte bis hin zu Industriebetrieben wie Pharmaglas und Heinz Glas. Das Ziel: eine prosperierende handwerkliche Infrastruktur, die nicht nur das Erbe bewahrt, sondern neue Impulse setzt.

„Wir wollen nicht nur bewahren, was war. Wir wollen gestalten, was sein wird. Die Stiftung Victoria gibt uns die Möglichkeit, das Handwerk unserer Region auf ein dauerhaftes Fundament zu stellen – für die Menschen, die hier leben, und für die Gäste, die zu uns kommen.“– Rita Worm-Horn, Stifterin

Die Aufgaben der Stiftung

Die Stiftung Thüringer Handwerkskunst Victoria verfolgt einen umfassenden Ansatz, der weit über die reine Bewahrung hinausgeht. Ihre Arbeit ruht auf mehreren Säulen, die zusammen ein tragfähiges Fundament für die Zukunft der Region bilden.

Schwerpunkte der Stiftungsarbeit

  • Handwerk sichern: Vermittlung von Glasbläserwerkstätten an junge Handwerker aus dem Gründerzentrum – damit kein Ofen für immer erlischt
  • Kulturerbe pflegen: Betrieb und Weiterentwicklung des Museums Geißler-Haus als lebendiger Erlebnisort für die Geschichte der Glaskunst
  • Nachwuchs fördern: Zusammenarbeit mit der Glasfachschule Lauscha, Stipendien und Unterstützung beim internationalen Glassymposium
  • Region sichtbar machen: Aufbau der Kollektivmarke für handwerkliche Produkte aus dem Weihnachtsland am Rennsteig®
  • Leerstände beleben: Ansiedlung von Handwerks- und Gastronomiebetrieben in heute leerstehenden Ladenlokalen
  • Gäste begeistern: Entwicklung der gesamten Region zu einem ganzjährigen Erlebnisziel mit bis zu 2.000 Tagestouristen

Vision 2035: Das Weihnachtsland am Rennsteig® – 365 Tage sichtbar

Die Stiftung Victoria denkt groß – und langfristig. Gemeinsam mit Handwerkern, Unternehmern, Kulturschaffenden und kommunalen Partnern aus der gesamten Region wurde eine ambitionierte Vision entwickelt: Bis 2035 soll die gesamte Gebietskulisse vom Weihnachtsland am Rennsteig® – von Siegmundsburg über Lauscha und Sonneberg bis nach Schalkau und Rauenstein – als ein zusammenhängendes, ganzjähriges Erlebnisland sichtbar und erlebbar sein.

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Lebendige Orte

Ganzjährig geschmückte Weihnachtsbäume vor jedem teilnehmenden Haus in der Region – als sichtbares Zeichen: Hier lebt das Handwerk, hier ist das Weihnachtsland am Rennsteig® zuhause.

🎓

Glasfachschule der Zukunft

Die Glasfachschule Lauscha öffnet sich für Hobbyglasbläser mit regelmäßigen Workshops. Ein modernes Hostel bietet Schülern attraktiven Wohnraum.

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Museen zum Anfassen

Aus dem Vitrinen-Museum für Glaskunst wird ein modernes, lebendiges Museum, in dem man Glaskunst „begreifen“ kann – mit wechselnden Ausstellungen und steigenden Besucherzahlen.

🌍
Internationales Puppenfestival
ein Fest voller Fantasie und lebendiger Geschichten, eine gelebte Tradition, die Herzen berührt und Generationen verbindet. Mit treuen Anhängern aus aller Welt wird eine Magie der kleinen Figuren ganz groß.
🏭
Mal- und Zeichenschule Lichte 

zwischen alten Linien und feinen Mustern flüstert die Kunst vergangener Zeiten. Traditionelles Porzellanhandwerk erwacht zu neuem Leben, und Du bist mittendrin.
 

 

🎄

Funkelndes Weihnachtsland

Über 120 „Funkelhäuser“, Lichtinstallationen und Klangwelten verwandeln die Region zur Weihnachtszeit in ein einzigartiges, leuchtendes Erlebnis.

Dabei geht es der Stiftung nicht nur um Tourismus. Es geht um attraktive Lebensbedingungen für alle Menschen in der Region. Darum, dass die Glasindustriebetriebe sich ihrer Herkunft bewusst sind und ihre Geschichte erzählen. Darum, dass aus dem Kulturkollektiv der Goetheschule eine junge Kunsthandwerkerszene wächst. Und darum, dass die Menschen in der Region den Stolz auf ihre eigene Geschichte wiederentdecken und diesen mit ihren Gästen teilen.

Sie möchten die Stiftung unterstützen?

Die Stiftung Thüringer Handwerkskunst Victoria freut sich über Förderer, Partner und Menschen, die mit anpacken wollen. Nehmen Sie Kontakt auf – gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Thüringer Handwerks.

Stiftung Thüringer Handwerkskunst Victoria – Kontakt

Vollständiger Name: Stiftung Thüringer Handwerkskunst Victoria – Die gemeinnützige Stiftung für Thüringer Tradition und Moderne am Rennsteig

Rechtsform: Gemeinnützige Treuhandstiftung

Stifterinnen: Rita Worm-Horn & Elke Past

Sitz: Straße des Friedens 15, 98724 Lauscha
Telefon Rita Worm-Horn: 0171 433 29 81
Telefon Elke Past: 0043 1 913 12 28

ATELIER SpissKist, Straße des Friedens 15, 98724 Lauscha
Reservierung unter: 0171-433 29 82 oder per E-Mail:
rita.worm@lauscha-glaskunst.com